Townhall-Konzept der neuen BSR-Zentrale
Berlin, 16.09.2026
Wer an eine Unternehmenszentrale denkt, hat oft ein bestimmtes Bild vor Augen: Ein Empfang, eine elektronisch öffnende Zugangstür und dahinter ein abgesperrter Bereich, der nur den eigenen Mitarbeitenden vorbehalten ist. Für Außenstehende ist spätestens am Eingangscounter Schluss. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) geht mit ihrem neuen Gebäude auf dem S!nn-Campus einen anderen Weg und öffnet ihren Eingangsbereich für die Stadt.
Das Erdgeschoss des neuen BSR-Gebäudes ist als Townhall angelegt und zugänglich für die Berlinerinnen und Berliner. Bei der Konzeption des Gebäudes ist nicht nur auf umwelt- und ressourcenschonende Aspekte großen Wert gelegt, sondern auch die Kommunikation und Begegnung berücksichtigt worden. Mit der Townhall wurde auf 1.630 Quadratmetern Fläche ein einladender Ort entwickelt, der den Rahmen für Information und Interaktion schafft. Erst der Aufzug und der offen gestaltete Treppenaufgang führen in die oberen Etagen, die den Beschäftigten vorbehalten sind.
Transparenz, Dialog, Austausch und Offenheit - die Gestaltung des Eingangsbereichs folgt dem Selbstverständnis der BSR. Als kommunales Unternehmen sieht sie sich als Gestalterin, die mit innovativen Konzepten vorangeht und dabei mit den Berlinerinnen und Berliner über Themen wie Stadtsauberkeit, Kreislaufwirtschaft oder Ressourcenschonung ins Gespräch kommen will. „Die offene Townhall in der neuen Unternehmens-Zentrale bietet dafür einen geeigneten Raum“, sagt Andreas Thürmer, Projektleiter bei der BSR.
Beratung zu Abfall- und Entsorgungsthemen
Das Herzstück der Townhall ist die rund 300 Quadratmeter große Kantine mit angeschlossenem Bistro, das die BSR für Besucherinnen und Besucher öffnet. Gemeinsam essen, etwas Trinken, am Laptop arbeiten – das helle, offen gestaltete Konzept setzt auch hier auf Kommunikation. In einem weiteren Bereich des Erdgeschosses plant die BSR, Besucherinnen und Besuchern digital und interaktiv Einblicke in ihre Arbeit zu geben und über Abfall- und Entsorgungsthemen zu informieren. Perspektivisch sollen dort auch zielgruppengerechte Informations- und Bildungsangebote entstehen, etwa für Schulklassen sowie Hausmeisterinnen und Hausmeister, die sich beispielsweise über die sinnvolle Gestaltung von Abfallstandplätzen informieren können.
Für größere Zusammenkünfte steht auf der Ebene ein teilbarer Multifunktionsraum zur Verfügung, der bis zu 150 Personen Platz bietet. Er dient vor allem für interne Veranstaltungen der BSR, kann aber optional auch für öffentliche Formate genutzt werden. Hinzu kommt ein Servicepoint. Er richtet sich an die Beschäftigten der BSR, steht aber ebenso allen Besucherinnen und Besuchern offen, die sich für die BSR oder berufliche Perspektiven im Unternehmen interessieren. Und an einem Muster-Abfallstandplatz wird anschaulich gezeigt, wie moderne Entsorgung sinnvoll organisiert wird.
Ob Schulklassen, Wohnungswirtschaft oder interessierte Bürgerinnen und Bürger - wer die Townhall besucht, bekommt einen konkreteren Einblick in die Arbeit der BSR. Und kann sich ein Bild darüber machen, was die Frauen in Männer in Orange für die Stadt tun, warum sie es tun und wie jede und jeder Einzelne dabei mithelfen kann. „Ein sauberes, nachhaltiges Berlin gelingt nur gemeinsam. Dieses Miteinander spiegelt das Townhall-Konzept wieder“, sagt Thürmer.